In einem bekannten Pfadfinder*innenlied heißt es:
Wer da glaubt er könnt alleine gehen,
wird in dieser Welt sehr leicht verwehn.
Das dachten sich auch die beiden Stämme, Stamm Konradin aus Friedberg und Stamm Otto von Wittelsbach aus Aichach und entschlossen sich dieses Jahr gemeinsam ein Pfingstlager zu veranstalten. Bei den Aichacherinnen ist das große Stammeslager an Pfingsten ja seit jeher Tradition, während viele andere Stämme Angebote wie ,Pfingsten in Westernohe‘ den Mühen, die ein eigenes Lager auf die Beine zu stellen, mit sich bringt, vorziehen. Um diese Tradition aufrechtzuerhalten war man dieses Jahr auf die Hilfe der Friedbergerinnen angewiesen, war doch ein beträchtlicher Teil der Aichacher Leiterinnen dieses Jahr im Prüfungsstress. Bereits 2024 hat das Pfingstlager zusammen mit den Pfadis vom Stamm St.Ulrich und Afra gezeigt, dass eine solche Zusammenarbeit fast nur Vorteile bringt. Das Lager fand dann auch wieder am selben Platz, wie die vergangenen Lager der Aichacherinnen, im Wald östlich von Unterbachern statt. Man traf sich bereits am Wochenende, um alle nötigen Vorbereitungen zu treffen. Gemeinschafts-, Küchen- und Materialzelt wurden aufgestellt, die Essensgrube und Feuerstelle ausgehoben, Kochstelle und Dusche aufgebaut.
Dann am Pfingstmontag war es schließlich soweit:
Die Grüpplinge der beiden Stämme reisten an. Nach der Ankunft und einer Stärkung konnte der Platz erkundet werden.
Doch was war das?? Hatte da etwa jemand eine Totenkopfflagge gesichtet? Was bedeutete die seltsame Botschaft, die in der Flaschenpost angespült wurde? Und wer war der mysteriöse Kapitän Donnerbart vom reißenden Strom von dem so viel getuschelt wurde?
Die Kinder fanden sich plötzlich in einem wilden Piratinnenabenteuer wieder. In den nächsten Tagen mussten sie einige Aufgaben bestehen, Fähigkeiten, die einen wahren Bachpiratin ausmachen erlernen und ihren Zusammenhalt beweisen. Nur so war es möglich am Donnerstag den Schatz im Rösselmoß zu heben.
Wir hoffen, dass das Programm allen Kindern so sehr gefiel, wie uns die Vorbereitung Spaß gemacht hat.
Nicht nur das Programm machte uns Leiterinnen Spaß, sondern auch die schöne gemeinsame Zeit. Beim zusammen Kochen, Spülen, Bauen und Graben kam, trotz der erheblichen Strapazen, nie schlechte Stimmung auf. Die zwei Stämme konnten auch manches von dem jeweils anderen lernen. Die Friedbergerinnen, wie man einen viel zu großen Fahnenmast aufstellt, und alles über offenem Feuer kocht. Die Aichacherinnen, wie man ordentliche Koten aufstellt, richtig Abspannt und das gemeinsame Essen schön einläutet. Bei langen Lagerfeuernächten wurde dann auch viel gesungen, geratscht und gelacht. Das Wetter spielte auch mit. Wir konnten sieben Tage lang durchgehend strahlenden Sonnenschein genießen, nur beim Abbau hätten wir uns ein paar Wolken für ein bisschen Schatten gewünscht. Der drückenden Hitze trotzten wir mit viel Trinken, fast stündlichem Eincremen, Baden und vielleicht etwas zu viel Eis. Einen Hitzeschlag erlitt erstaunlicherweise niemand. Am Ende klappte fast alles was wir uns vorgenommen hatten gut, auch wenn wir uns wegen der Hitze ein wenig einschränken mussten. Der Abbau am Freitag verlangte dann nochmal von allen größte Anstrengungen, doch gerade hier zeigte sich die starke Willenskraft. Nach einem langen Tag kehrten wir mit manchen Blessuren, Insektenstichen, eingerissenen Fingernägeln und Muskelkater, aber auch tollen Erfahrungen, Erfolgen und wunderschönen Erinnerungen zurück. Vielen, herzlichen Dank an alle, die dieses Lager ermöglicht haben: Die Orga, das Programmteam, die Stufenleitungen, alle Helferinnen die extra für den Auf/Abbau kamen, die Küchenhelfer*innen Nicky, Andy und Hassem, Tom und Herrn Lappberger, dem die Wiese und der Wald gehören und noch mehr Leute, die im Hintergrund tätig waren.